Lilli Beck wurde in Weiden (Oberpfalz) geboren und lebt seit vielen Jahren in München. Nach ihrer Schulzeit begann sie eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau. Im Jahr 1968 zog sie nach München, wo sie von einer Modelagentin in der damaligen In-Disco "Blow up" entdeckt wurde. Dies markierte den Beginn eines Lebens, das einem Hollywood-Film gleicht. Lilli Beck arbeitete zehn Jahre lang für renommierte Zeitschriften. "Mehr als tausend Worte" ist nach "Glück und Glas" und "Wie der Wind und das Meer" ihr dritter historischer Roman, der bei Blanvalet veröffentlicht wurde.
Der Roman „Mehr als tausend Worte“ von Lilli Beck ist wieder einmal mehr ein gelungenes Werk der Autorin. Die Handlung der Geschichte beginnt 1933 und endet nach dem Kriegsende 1945. Der Leser lernt die 17-jährige Jüdin Aliza kennen, die mit ihrer Familie in Berlin lebt. Ihr Vater ist Arzt mit eigener Praxis; eine glückliche Familie in den 30-iger Jahren.
Aliza lernt als junges Mädchen Fabian, nicht jüdisch, den Sohn des Besitzers einer Parfümerie kennen, lieben und verlobt sich heimlich mit ihm. Ein glückliches, zufriedenes Leben bis die schreckliche Zeit des 2. Weltkrieges in Deutschland beginnt. Die Juden werden von den Nazis verfolgt, Kinder werden von ihren Eltern getrennt und in andere Länder verschickt, um zu überleben. Es sind schreckliche Jahre für alle Menschen.
Lilli Beck beschreibt in ihrem Roman einfühlsam und berührend vorrangig das Schicksal der jüdischen Familie Landau, aber auch das harte Leben der Deutschen in diesem Krieg, wobei die Irrungen und Wirrungen der Liebe nicht zu kurz kommen.
Ein hervorragendes, lesenswertes Buch, das einen die vergangene Geschichte Deutschlands nicht vergessen lässt.