In dem Roman "Das Mädchen aus der Severinstraße" verbindet Annette Wieners Familien- und Zeitgeschichte. Es geht um eine junge Frau aus Köln, die 1937 als Fotomodell entdeckt wird und das Gesicht der Nazi-Propaganda werden soll - gegen ihren Willen. Die Ereignisse prägen die Familie für immer, das bekommt Jahrzehnte später auch die Enkelin des Fotomodells zu spüren.
In einem eigenen Podcast zum Buch gewährt die Autorin, Annette Wieners, Einblicke hinter die Kulissen. Der Podcast ist überall erhältlich, auch auf www.annette-wieners.de
Annette Wieners wurde in Paderborn geboren und lebt heute in Köln. Sie schrieb bereits sechs Romane, unter anderem eine Krimi-Reihe im Ullstein-Verlag, und einige Erzählungen. Außerdem arbeitet sie als Journalistin beim WDR.
Quelle: Buchinnenseite, Verlag blanvalet (Verlagsgruppe Random House GmbH)
"Das Mädchen aus der Severinstraße" von Annette Wieners ist im Blanvalet-Verlag erschienen. Es ist ein berührender, nachdenklich stimmender Roman. Auf 477 Seiten erlebt der Leser das Leben und die Geschehnisse der Menschen in den 1930-iger Jahren. Gleichzeitig befinden wir uns in der heutigen Zeit. Trotz der zwei Zeitebenen kommt man beim Lesen nicht durcheinander.
Der Roman dreht sich um die junge Maria Reimer, die von ihrem Vater allein und sehr behütet aufgezogen wird. Das junge Mädchen möchte in den 1930-iger Jahren eine Karriere als Fotomodell beginnen. Ein Leben, das voller Hoffnungen, Tiefschlägen und viel Liebe gekennzeichnet ist.
Parallel dazu kann der Leser miterleben wie Sabine, die Enkelin von Maria, die Vergangenheit ihrer Großmutter aufarbeitet und auf so manches Familiengeheimnis, der damaligen Zeit, stößt.
Dieser Roman ist für mich ein gefühlvolles und aufwühlendes Buch, das dem Leser die schreckliche Nazizeit und das damit verbundene Elend näherbringt.
Da Annette Wieners ihre eigene Familiengeschichte mit einbringt, geht einem die Handlung des Buches noch mehr unter die Haut.
Ein gelungener, lesenswerter Roman, der einen nachdenklich stimmt.