Die US-amerikanische Autorin Karin Slaughter, geb. 1971, stammt aus einer Kleinstadt in Georgia und wohnt jetzt in Atlanta. Zuerst war sie Inhaberin einer Werbeagentur. Seit 2001 schreibt sie Romane, die international sehr erfolgreich sind. Ihre Romane wurden über 40 Millionen Mal, in ca. 120 Länder, verkauft. Mehr als 20 Romane von ihr führten die Bestsellerlisten der New-York-Times an. Sie schrieb nicht nur Kriminalromane, sondern auch Kurzgeschichten und Erzählungen.
Bei einem Überfall auf eine kleine Polizeistation in Heartsdale, Georgia erschießen 2, bis an die Zähne bewaffnete Männer, einen Polizisten und verletzen einen anderen Polizeibeamten schwer. Eine Kindergruppe, die gerade im Polizeirevier zu Besuch war, wird damit gleichzeitig deren Geisel. Jedoch kommen von den Gangstern keine Forderungen. Die Polizei ist ratlos.
Der Grund könnte in der gemeinsamen Vergangenheit des schwer verletzten Polizeichefs Jeffrey Tollivres und der Kinderärztin Sara Linton liegen. Beide hatten Horrorerlebnisse bei einer Reise in Jeffreys Geburtsstadt.
Karin Slaughter hat hier einen Roman geschrieben, der die Lebensweise der Einwohner in den amerikanischen Südstaaten bestens wiedergibt.
Er spielt auf zwei Ebenen, die sich zum Schluss verbinden.
Der Roman an sich ist gut ausgedacht, teilweise sehr spannend und mit überzeugenden Protagonisten versehen. Gestört hat mich die überzogen geschilderte Brutalität und die Verwendung primitiv-ordinärer Kraftausdrücke, die, meiner Meinung nach, leider zum Schreibstil der Autorin gehören.
Für mich war es kein Thriller, denn manchmal wurde der Roman zähflüssig.
Der Schluss jedoch wurde nochmals hektisch und fesselnd.
Das Buch ist für Leser/innen, die starke Nerven haben, sicherlich ein lesenswerter Kriminalroman.