Rezensionen

Hagebuttenblut

(c) Hagebuttenblut, Lina Bengtsdotter (Autorin), Penguin Verlag (Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH)

Zur Autorin:

Die schwedische Schriftstellerin Lina Bengtsdotter wuchs in Gullspång , einer Kleinstad in der Provinz Västra Götaland auf. Sie machte den Ort zum Mittelpunkt ihrer Krimi-Serie um die Ermittlerin Charlie Lager. »Löwenzahnkind«, der erste Teil der Reihe, wurde zu einem Sensationserfolg: Es war das bestverkaufte Debüt des Jahres in Schweden und stürmte in Deutschland sofort die Bestsellerliste vom Spiegel. Auch ihr zweiter Thriller »Hagebuttenblut« wurde schnell zum Hit. Der Roman „Mohnblumentod“ ist inzwischen der dritte Kriminalroman um Charlie Lager. Lina Bengtsdotter lebt jetzt in Stockholm.

Zum Buch:

Die Stockholmer Ermittlerin Charlie Lager kehrte aus Ermittlungsgründen in ihren Heimatort Gullspång zurück, obwohl sie eigentlich nicht mehr dorthin wollte.  Jedoch bricht sie ihr Versprechen, da sie erfuhr, dass dort ein 7-jähriges Mädchen spurlos verschwand. Wie vor 30 Jahren, als ein 6-jähriges Mädchen vermisst und nie gefunden wurde.

Ihre Rückkehr nach Gullspång verschleiert sie als privaten Besuch bei ihrer alten Freundin Susanne.

Ihre Ermittlungen, die sie immer tiefer in ihren privaten Bereich zogen, erwiesen sich nach so vielen Jahren als kaum lösbar. Sie erinnerte sich nach und nach wieder an die Örtlichkeiten, die Personen und ihre eigene Jugend, die auch nicht die Beste war. Je näher sie der Wahrheit über die Hintergründe kam, desto mehr ahnte sie, dass ihr Leben mit dem Verschwinden der 6-jährigen Francesca in Verbindung stand. Jedoch wollte im Ort Keiner, auch ihre Verwandten nicht, die alten Geschichten wieder aufleben lassen.

Fazit:

Lina Bengtsdotter hat mit dem Roman „Hagebuttenblut“ an ihren Erfolgsroman „Löwenzahnkind“ angeknüpft. Mehre Zeitebenen, ein verwirrender Hintergrund und Probleme mit sich selbst zwingen die Ermittlerin, trotz Widerstand der Einwohner, den Fall im eigenen Interesse zu lösen.

Die vermisste Francesca, die Hauptperson des Romans, wurde als bemitleidenswertes Mädchen in einer grausamen, lieblosen Familien-Umwelt im Kleinstadt-Milieu gut dargestellt. Die Stockholmer Ermittlerin Charlie Lager, dargestellt mit vielen Problemen, hatte mehr mit sich selbst als mit den Ermittlungen zu tun. (Auch Kommissare sind nicht fehlerfrei)

Hier hat die Autorin einen Kriminalroman geschrieben, der zum Schluss tragische Erkenntnisse brachte, die ich so nicht vermutet hatte. Eine gute Story mit Höhen und Tiefen.

Für mich ist es mehr ein tragischer Familienroman und kein Krimi, da sehr viele Personen alkoholkrank, gestört und egoistisch dargestellt werden.

Ich empfehle den Roman weiter, denn die verwirrende Geschichte war interessant aufgebaut und lässt bis zum Schluss auf gute Ermittlungsergebnisse hoffen.

Fakten rund ums Buch:

Titel: „Hagebuttenblut
Autorin: Lina Bengtsdotter
Verlag: Penguin Verlag (Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH)
Preis: 10,00 €
Umfang: 487 Seiten; Taschenbuch
Auflage: 1. Auflage, 2021

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Hinweis: Vielen Dank an den Verlag, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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