Rezensionen

Mord am Tiber

(c) Mord am Tiber, Rafael Kühn, HarperCollins Verlag

Zum Autor:

Der in Dresden wohnende Autor Rafael Kühn, Jahrgang 1978, hat zahlreiche Kurzfilme verschiedener Arten geschrieben. 2008 wurde sein erster Spielfilm „Das Verhör“, in Deutschland aufgeführt. In seinen Romanen greift er gern gesellschaftliche Themen und menschliche Widersprüche auf. Sein erster Thriller in Buchform war der Roman „Die 24 Stunden von Berlin“. Jetzt erschien bei HarperCollins der Thriller „Mord am Tiber“. Auch wieder ein Kriminalroman mit aktuellem, gesellschaftlichem Hintergrund.

Zum Inhalt:  

Zur Unterstützung wird aus Berlin die Polizeikommissarin Diana Brandt, die erst im Rahmen eines Austauschprogrammes in die italienische Provinz geschickt werden sollte, in die Hauptstadt Rom versetzt. Die Planänderung kam zustande, weil dort ein deutscher Kardinal in Rom ermordet wurde. Auf Grund ihrer italienischen Herkunft, sie spricht gut italienisch, sollte sie bei den Ermittlungen helfen. In Rom, gleich nach ihrer Ankunft, wurde sie dem Kommissar Riccardo Fiorentini zugeteilt, der ihr Ansprechpartner und auch ihr vorübergehender Vorgesetzter wurde.

Bevor der Mord aufgeklärt werden konnte, kam es zum nächsten Mord, wieder an einer bekannten Persönlichkeit. Bei den Ermittlungen kommt der Verdacht auf, dass es sich bei dem Täter oder den Tätern um Serienmörder handelt.

Die Spur führt endlich zu ersten Ermittlungserfolgen, da die Taten offensichtlich nach altrömischen Riten ausgeführt wurden.  Diese Ermittlungserfolge, die bis in den Vatikan führen, ergeben jedoch Hinweise die tief ins Milieu der Mafiastrukturen reichen. In diesem Bereich war auch vor langer Zeit ihr Vater, als erfolgreicher italienischer Kommissar, tätig. Bei ihren Nachforschungen geriet Diana Brandt mit ihren italienischen Kollegen immer öfter in Lebensgefahr. Eine unsichtbar schützende Hand wachte jedoch darüber, dass sie nicht ums Leben kam. Wer war das? …….

Fazit:

Dieser Kriminalroman „Mord am Tiber“, ist so richtig nach meinem Geschmack. Gleich zu Anfang wird Spannung aufgebaut, die sich zum Schluss hält. Die italienischen Polizisten und die deutsche Kommissarin werden nicht nur als eiskalte Ermittler, sondern auch als Menschen mit Gefühlen dargestellt, die auch ihre privaten Sorgen haben. Aktuelle italienische Probleme, wie die Korruption, verbunden mit Mafiamethoden, sind hervorragend in den Fall eingearbeitet worden und erhöhen die Spannung nochmals. Bis zum Schluss kann man weder erahnen wer der oder die Täter sind bzw. was die Motive für die erkennbar geplanten Taten sind.

Der überraschende Schluss passt gut zur hervorragend geschriebenen Geschichte.

Hoffentlich schreibt Rafael Kühn noch mehr solcher Romane.

In jedem Fall kann ich diesen Roman, allen Krimifreunden, weiterempfehlen.

Fakten rund ums Buch:

Titel:                            Mord am Tiber
Autor:                          Rafael Kühn
Verlag:                         HarperCollins Verlag
Preis:                           10,00 €
Umfang:                       316 Seiten;
Ausgabe:                      Taschenbuch
Auflage:                       April 2021

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Hinweis: Vielen Dank an den Verlag, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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