Rezensionen

Frostgrab

(c) Frostgrab, Allie Reynolds, HarperCollins Verlag

 Zur Autorin: 

Allie Reynolds wurde in Großbritannien geboren und lebte dort bis zu ihrem Schulabschluss.

Danach verbrachte sie die meiste Zeit ihres Lebens in neun Ländern.  Sie arbeitete in mehr als 30 Berufen, studierte Informatik und unterrichtete 15 Jahre lang Englisch (in Australien).

Allie Reynolds fuhr professionell Snowboard und rangierte unter den ersten zehn in der Rangliste. Sie verbrachte mehrere Winter in den Bergen von Frankreich, der Schweiz, Österreich und Kanada. Im Jahr 2003 tauschte sie das Snowboard gegen das Surfbrett und zog an die Goldküste in Australien. „Frostgrab“ ist ihr erster Roman. Sie schreibt bereits an ihrem zweiten Thriller. 

Zum Buch:

Im Roman „Frostgrab“ verlegt vom Verlag HarperCollins handelt sich um ein Wiedersehens-Treffen von Freunden, die sich 10 Jahre nicht mehr gesehen haben.

Vor 10 Jahren trainierten sie dort gemeinsam und auch gegeneinander, um bestimmte Pokale zu gewinnen. Jedoch kam es nicht zum entscheidenden Schlussrennen, da gleich mehrere tragische Ereignisse zur Abreise aller Freunde führte.

Das Treffen kam nach einigen terminlichen Schwierigkeiten zu Stande. Alle ehemaligen Beteiligten (außer 2) versammelten sich zum angegebenen Zeitpunkt am Fuß der Seilbahn in Le Rocher, einem Wintersportort, in den französischen Alpen. Wer die Einladung organisierte war aus dem Einladungsschreiben nicht ersichtlich.

Nach der Auffahrt zum Gletscher „Glacier du Diable“ versammelten sich die Eingeladenen im Panoramagebäude auf dem Berg. Da noch keine Saison war, waren sie bei dem Treffen unter sich.

Jedoch wurde es dort so einsam und unheimlich, da kein Personal und auch keine anderen Gäste vor Ort waren, dass sie am Liebsten wieder zu Tal fahren wollten.

Sie stellten jedoch fest, dass die Seilbahn abgeschaltet war und somit eine sofortige Rückkehr nicht möglich war. Auch telefonische Verbindungen zum Tal gab es nicht, da die Telefonleitungen außer Betrieb waren. Handygespräche waren auch nicht möglich, denn keiner hatte mehr ein Handy, da diese bei der Ankunft verschwanden.

Nachdem auch noch sporadisch der Strom ausfiel, kam es unter den Eingeladenen zu ersten Streitereien und gegenseitigen Vorwürfen, da Jeder Jeden verdächtigte dieses unheimliche Treffen ausgelöst zu haben, aus welchem Grund auch immer. Nachdem der Erste von Ihnen ums Leben kam, hatten alle panische Angst nicht mehr lebend vom Berg herunterzukommen…

Fazit:

Das Buch von Allie Reynolds war für mich ein spannender Roman, der sehr gute Lesestunden bescherte. Ihn als Thriller zu bezeichnen, wie auf dem Buchumschlag zu lesen war, finde ich etwas übertrieben. Die Spannung in dem interessanten Roman führte durch das ganze Buch, da die Aufklärung der Hintergründe der tragischen Ereignisse erst fast zum Schluss erfolgte.

Die Aufteilung der Ereignisse in zwei Erzählebenen informierte den Leser ausführlich über das aktuelle Geschehen und die damaligen Ereignisse, die vor 10 Jahren stattfanden.

Die Hauptperson Milla und auch die anderen beteiligten Snowboarder wurden, durch die mysteriösen Vorkommnisse beim Wiedersehen mit ihrem egoistischen Verhalten, bloßgestellt.

Gut dargestellt, wie schnell aus netten Freunden moralisch fragwürdige Egoisten werden.

Weniger Fachbegriffe aus der Welt des Snowboardens, hätten meiner Meinung nach,das Buch für Snowboard-Laien verständlicher gemacht.

Alles in allem ein lesenswerter Roman, der die Charaktere der Menschen, die im Sport oder auch auf anderen Gebieten, rücksichtslos immer mehr erreichen wollen, offenlegt.

Fakten rund ums Buch:

Titel: „Frostgrab
Autor: Allie Reynolds
Verlag: HarperCollins Verlag
Preis: 15,00 €
Umfang: 409 Seiten; Taschenbuch
Deutsche Erstausgabe: Oktober 2020

Hier kannst Du das Buch kaufen: Frostgrab

Hinweis: Vielen Dank an den Verlag, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Kommentare deaktiviert für Frostgrab