Rezensionen

Löwenzahnkind

(c) Löwenzahnkind, Lina Bengtsdotter, Penguin Verlag (Verlagsgruppe Random House GmbH)

Zur Autorin:

Lina Bengtsdotter wuchs in der schwedischen Kleinstadt Gullspång auf, die sie zum Setting ihrer Thriller-Serie um die Ermittlerin Charlie Lager machte. „Löwenzahnkind“, der erste Teil der Reihe, wurde zu einem Sensationserfolg: Es war das bestverkaufte Debüt des Jahres in Schweden und    stürmte in Deutschland sofort die SPIEGEL-Bestsellerliste. Für alle Fans von Charlie Lager geht es in „Hagebuttenblut“ mit der brillanten Ermittlerin weiter. Lina Bengtsdotter lebt in Stockholm.

Quelle: Buch 2. Seite, Penguin Verlag (Verlagsgruppe Random House GmbH)

Zum Buch:

Der Kriminalroman der schwedischen Autorin Lina Bengtsdotter erschien in Deutschland im Penguin-Verlag. Er wurde sofort, wie auch in Schweden, zum Verkaufsschlager, obwohl es erst der erste Roman der Autorin ist.

Die Handlung beschränkt sich ausschließlich auf die schwedische Kleinstadt Gullspång, die westlich von Stockholm liegt. In dieser Stadt ist auch die Autorin aufgewachsen, die dadurch detaillierte und realistische Beschreibungen von Handlungsorten und Einwohnern in den Roman einarbeiten konnte.

Hauptthema ist das spurlose Verschwinden des jungen, hübschen Mädchens „Annabelle“. („Annabelle“ ist auch der Titel des Romans im Schwedischen“.)

Im Hintergrund wird das Milieu der jungen Menschen, die in einer nicht gerade reichen Gegend von Schweden aufwachsen, bei den Ermittlungen aufgedeckt.

Zusätzlich wird das Leben der erfolgreichen Ermittlerin Charlie Lager, die man zur Verstärkung, aus Stockholm, dorthin schickt, Teil der Nachforschungen der vermissten Anabelle. Da auch sie in dieser Kleinstadt ihre Jugend verbracht hat, was bisher keiner weiß, kommen nun auch ihre Probleme hoch. Depressive Phasen und der Rückfall zum Alkohol veranlassen die Vorgesetzten von Charlie Lager, diese in Zwangsurlaub zu schicken.  In diesem „Urlaub“ erfährt sie auf privater Ebene Hintergründe, die dann zur Aufklärung des Falles führen. Auch für ihre privaten Probleme, die zu Depressionen und Alkoholsucht führten, findet sie schließlich die entscheidenden Hintergrundinformationen.

Fazit:

Hier hat die Autorin einen brillanten Kriminalroman geschrieben, der aus mehren Handlungssträngen aufgebaut ist, die erst ganz zum Schluss die Verknüpfungen bringen. Dadurch ergibt sich für mich ein Spannungsaufbau, der den Leser bis zum Schluss fesselt. Die Ermittlerin selbst, die trotz ihrer Probleme, stur nach den Hintergründen der Tat sucht, ist zum Erfolg gezwungen, um auch ihre dunkle Vergangenheit aufzuklären. Der Schreibstil über die Gegebenheiten, die Hintergründe und die Nebendarsteller haben mir sehr gut gefallen.

Für Freunde schwedischer Kriminalromane kann ich dieses Buch auf jeden Fall zu empfehlen.

Fakten rund ums Buch:

Titel: Löwenzahnkind
Autorin: Lina Bengtsdotter
Verlag: Penguin Verlag (Verlagsgruppe Random House GmbH)
Preis: 10,00 €
Umfang: 443 Seiten; Taschenbuch
Auflage: 2020 / 2. Auflage

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Hinweis: Vielen Dank an den Verlag, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.